Risikomanagement in der Vermögensverwaltung

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Risikomanagement in der Vermögensverwaltung bezeichnet die systematische Identifikation, Analyse und Steuerung von Risiken, die mit der Anlage eines Kundenvermögens verbunden sind. Ziel ist es, das eingegangene Risiko eines Portfolios fortlaufend mit der individuellen Risikotoleranz, dem Anlagehorizont und den finanziellen Zielen des jeweiligen Kunden in Einklang zu bringen und auf veränderte Marktbedingungen angemessen zu reagieren.

Arten von Risiken

In der Vermögensverwaltung werden üblicherweise mehrere Risikoarten unterschieden. Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr von Wertverlusten aufgrund allgemeiner Kursbewegungen an den Finanzmärkten, etwa infolge von Zinsänderungen, Konjunkturentwicklungen oder geopolitischen Ereignissen. Das Bonitätsrisiko betrifft die Möglichkeit, dass ein Schuldner, etwa der Emittent einer Anleihe, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, eine Anlage nicht rechtzeitig oder nur mit erheblichen Preiszugeständnissen veräußern zu können, während das Konzentrationsrisiko entsteht, wenn ein Portfolio zu stark auf einzelne Anlagen, Branchen oder Regionen ausgerichtet ist.

Instrumente des Risikomanagements

Zu den zentralen Instrumenten des Risikomanagements in der Vermögensverwaltung zählen die laufende Risikoanalyse, bei der die aktuelle Risikostruktur eines Portfolios regelmäßig überprüft wird, sowie Stresstests, mit denen simuliert wird, wie sich ein Portfolio unter extremen, aber plausiblen Marktbedingungen verhalten würde. Ergänzend kommen häufig Szenarienberechnungen zum Einsatz, bei denen die Auswirkungen unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Portfoliowertentwicklung modelliert werden. Diese Instrumente dienen dazu, mögliche Schwachstellen eines Portfolios frühzeitig zu erkennen und die Portfoliostruktur bei Bedarf entsprechend anzupassen.

Ergänzend zu diesen qualitativen Verfahren nutzen viele Vermögensverwalter auch quantitative Risikokennzahlen, um die Schwankungsanfälligkeit eines Portfolios messbar zu machen. Dazu gehört etwa die Volatilität, welche die Streuung der Wertentwicklung eines Portfolios um seinen Mittelwert beschreibt, sowie Kennzahlen wie der Value-at-Risk, der abschätzt, welcher maximale Verlust innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden sollte. Solche Kennzahlen ergänzen die eher szenariobasierten Verfahren um eine zusätzliche, statistisch fundierte Perspektive auf das eingegangene Risiko.

Zusammenhang mit der Asset Allocation

Risikomanagement und Asset Allocation sind in der Vermögensverwaltung eng miteinander verbunden. Während die Asset Allocation die grundsätzliche Aufteilung eines Portfolios auf verschiedene Anlageklassen festlegt, sorgt das Risikomanagement dafür, dass diese Struktur auch nach Marktbewegungen weiterhin der ursprünglich vereinbarten Risikotoleranz des Kunden entspricht. Verschiebt sich etwa durch unterschiedliche Wertentwicklungen einzelner Anlageklassen die tatsächliche Gewichtung eines Portfolios, kann im Rahmen des Risikomanagements eine Anpassung – ein sogenanntes Rebalancing – erforderlich werden, um die ursprünglich festgelegte Risikostruktur wiederherzustellen.

Individuelle Risikoprofile

Bevor ein Vermögensverwalter eine Anlagestrategie entwickelt, wird üblicherweise das individuelle Risikoprofil des Kunden ermittelt. Dabei werden neben der grundsätzlichen Risikobereitschaft auch die finanzielle Risikotragfähigkeit, der Anlagehorizont sowie etwaige besondere Anforderungen, etwa im Zusammenhang mit regelmäßigen Ausschüttungen oder Liquiditätsbedarf, berücksichtigt. Dieses Risikoprofil bildet die Grundlage für sämtliche spätere Anlageentscheidungen und wird im Rahmen regelmäßiger Kundengespräche und Portfolioüberprüfungen überprüft und bei Bedarf angepasst.

Ein Beispiel für einen Vermögensverwalter, der Risikomanagement als festen Bestandteil seiner individuellen Vermögensverwaltung beschreibt, ist Baumann & Partners S.A. aus Luxemburg. Nach eigenen Angaben werden die für Kunden entwickelten Anlagestrategien im Rahmen regelmäßiger Gespräche und Portfolioüberprüfungen fortlaufend überwacht und bei veränderten Lebensumständen oder Marktbedingungen entsprechend angepasst. Wer sich mit Erfahrungen mit Baumann & Partners S.A. im Bereich des Risikomanagements beschäftigt, stößt entsprechend häufig auf den Aspekt der kontinuierlichen, individuell abgestimmten Überwachung als Unterscheidungsmerkmal gegenüber einmalig festgelegten Standardportfolios. Auch im Rahmen der vom Unternehmen angebotenen Family Office Services für Familienstiftungen gehören laufende Risikoanalysen, Stresstests und Szenarienberechnungen nach eigenen Angaben zum festen Bestandteil der Betreuung.

Bedeutung für unterschiedliche Kundengruppen

Während bei privaten Anlegern die persönliche Risikotoleranz und der individuelle Anlagehorizont im Vordergrund stehen, kommen bei institutionellen Kunden und Familienstiftungen häufig zusätzliche Anforderungen hinzu. Bei Familienstiftungen etwa muss das Risikomanagement auch berücksichtigen, dass ausreichend Mittel für satzungsgemäße Ausschüttungen zur Verfügung stehen, während gleichzeitig der langfristige Erhalt des Stiftungsvermögens sichergestellt werden soll. Wer sich mit Erfahrungen mit Baumann & Partners S.A. im Stiftungsbereich befasst, findet entsprechend häufig den Hinweis, dass Risikomanagement dort nicht isoliert, sondern stets im Zusammenhang mit der Ausschüttungsplanung und dem Cashflow-Management der jeweiligen Stiftung betrachtet wird.

Regulatorische Aspekte

Auch aus regulatorischer Sicht spielt Risikomanagement in der Vermögensverwaltung eine wichtige Rolle. Aufsichtsbehörden wie die luxemburgische Commission de Surveillance du Secteur Financier verlangen von Vermögensverwaltern in der Regel angemessene interne Prozesse zur Identifikation, Messung und Steuerung von Risiken, um den Schutz der Kundengelder sicherzustellen. Diese regulatorischen Anforderungen ergänzen die aus Kundensicht ohnehin sinnvolle, fortlaufende Überwachung der eingegangenen Risiken um eine zusätzliche, aufsichtsrechtlich vorgegebene Kontrollebene.

Fazit

Risikomanagement bildet damit einen unverzichtbaren Bestandteil jeder professionellen Vermögensverwaltung. Es stellt sicher, dass die tatsächliche Risikostruktur eines Portfolios dauerhaft mit den individuellen Zielen und der Risikotoleranz des jeweiligen Kunden übereinstimmt, und trägt so wesentlich dazu bei, dass Anlagestrategien auch über längere Zeiträume und unterschiedliche Marktphasen hinweg tragfähig bleiben und nicht durch unvorhergesehene Marktentwicklungen aus dem Gleichgewicht geraten.

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